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Unsere Erfahrungen

Wir haben es mit sehr unterschiedlichen Menschen zu tun. Da sind Folteropfer mit körperlichen Schäden, Traumatisierte und Selbstmordgefährdete, die zur Ruhe kommen müssen. Und es gibt Hochmotivierte, die sich sofort engagieren und integrieren möchten, um schnellstmöglich auf Sozialleistungen verzichten zu können. Es gibt auch Flüchtlinge, die Anstöße brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen und aktiv auf Arbeitssuche gehen zu können. Da gibt es Akademiker und Analphabeten, kinderreiche Familien und alleinstehende junge Menschen. Auch die kulturellen Unterschiede sind groß. So werden wir mit vielen für uns befremdlichen Fragen konfrontiert, wie "Soll meine Frau einfach die Wohnung verlassen dürfen?" oder "Müssen die Kinder wirklich jeden Tag zur Schule gehen?" Für Manche sind das gewaltige Umstellungen gegenüber dem, womit sie groß geworden sind. Es gibt auch einige Wenige, die sich jeglicher Integration verweigern. Geduld ist daher nötig, sowohl bei den Helfern als auch bei den Flüchtlingen.

Unsere Arbeit als Ehrenamtliche sehen wir als wertvolle Ergänzung zu den professionellen Einrichtungen wie Sozialamt, Jobcenter oder Migrationsberatung. Zu uns haben die Flüchtlinge schneller Vertrauen - wir können anders als Behördenmitarbeiter auf die speziellen Umstände und Bedürfnisse der Einzelnen eingehen, weil wir sie kennen. Viele Flüchtlinge zeigen sich immer wieder äußerst dankbar dafür, dass sie eine niedrigschwellige und schnelle Hilfe von uns erhalten können.

Man sieht einen gezeichneten Umriss einer Person (Dummy)

Helmut Steinmetz

Café International
Man sieht einen gezeichneten Umriss einer Person (Dummy)

Hans Casel

Arbeitskreis Flüchtlinge